M&A in der Life Science Branche: Unternehmen mit den richtigen Fachkräften erfolgreich zusammenführen

Fusionen und Übernahmen (M&A) in der Life-Science-Branche stellen nicht nur strategische Neuausrichtungen dar, sondern sind auch Treiber von Forschung, Wachstum und Innovation unserer Gesundheitsversorgung. Ihr Gelingen setzt jedoch das Mitwirken der richtigen Fachkräfte voraus.

Getrieben vom Streben nach Fortschritt ist die Life Science Branche ständig in Bewegung. In diesem dynamischen Umfeld spielen Mergers & Acquisitions eine zentrale Rolle. Diese sind nicht nur ein Zeichen wirtschaftlicher Aktivität und strategischer Neuausrichtungen, sondern auch ein Motor für die Entwicklung innerhalb der Branche. Durch M&A-Aktivitäten können Unternehmen:

  • Ressourcen bündeln
  • Forschungs- und Entwicklungskapazitäten erweitern
  • in neue Märkte eintreten
  • sich strategisch neu ausrichten
  • ihre Position im globalen Wettbewerb stärken

Angesichts der rasanten technologischen Entwicklungen, demographischen Veränderungen und sich wandelnden Gesundheitsbedürfnissen weltweit, ist die Fähigkeit, durch strategische Fusionen und Übernahmen zu skalieren und zu diversifizieren, wichtiger denn je. Doch M&A Projekte in der Life Science Branche weisen einige Besonderheiten auf.

Für was steht M&A?

M&A steht für „Mergers & Acquisitions“, zu Deutsch „Fusionen und Übernahmen“. Dabei geht es um den Kauf, Verkauf oder die Zusammenführung von Unternehmen oder Unternehmensanteilen. Ziel solcher Transaktionen ist meist, ein Unternehmen zu stärken, zu vergrößern oder strategisch neu auszurichten.

Zu den größten und folgenschwersten M&A-Deals in der Life Science Branche zählten in den letzten Jahren die Übernahme von Monsanto durch Bayer für 63 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018, der Erwerb von Celgene durch Bristol-Myers Squibb für 74 Milliarden im Jahr 2019 zur Erweiterung des Krebsmedikamenten-Portfolios sowie und der Kauf von Allergan durch Abbvie für 63 Milliarden im Jahr 2020, um seine Palette an Medikamenten und Therapien zu diversifizieren.

Mergers & Acquisitions: Besondere Herausforderungen in der Life Science Branche

Life-Science- und Pharmaunternehmen stehen bei M&A-Deals vor spezifischen Herausforderungen und müssen bestimmte Besonderheiten beachten, die sich von anderen Branchen unterscheiden. Diese ergeben sich aus der Komplexität des Sektors, den strengen regulatorischen Anforderungen und dem hohen Stellenwert von Forschung und Entwicklung für die Gesellschaft.

  • Regulatorische Genehmigungen: Die strengen regulatorischen Anforderungen in der Pharma- und Life-Science-Branche erfordern detaillierte Due-Diligence-Prüfungen, um sicherzustellen, dass alle Produkte, Verfahren und Forschungsaktivitäten auch nach der Übernahme bzw. Fusion den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Die Erhaltung von Zulassungen und die Einhaltung von regulatorischen Standards sind entscheidend.
  • Patente und geistiges Eigentum: Der Wert von Unternehmen in der Life Science Branche hängt stark von ihrem Portfolio an Patenten und geistigem Eigentum ab. Die sorgfältige Bewertung und der Schutz dieser Assets sind kritisch, um langfristigen Wert und Wettbewerbsvorteile zu sichern.
  • Integration von Forschung und Entwicklung: Die erfolgreiche Integration der F&E-Pipelines ist eine der größten Herausforderungen. Es gilt, Überschneidungen zu identifizieren, Prioritäten zu setzen und die besten Projekte voranzutreiben, während man gleichzeitig das kreative und innovative Umfeld erhält, das für die Forschung essenziell ist.
  • Kulturelle Unterschiede: Die Integration unterschiedlicher Unternehmenskulturen kann insbesondere in dieser Branche schwierig sein, da die Unternehmenskultur oft eng mit Innovationsprozessen und -methoden verknüpft ist.
  • Marktzugangsstrategien: Pharma- und Life-Science-Unternehmen müssen komplexe Preis- und Erstattungsstrukturen in verschiedenen Ländern navigieren. M&A-Transaktionen können den Zugang zu neuen Märkten erleichtern oder verkomplizieren– abhängig von den vorhandenen Beziehungen und Verträgen.
  • Risikomanagement: Die Bewertung des Entwicklungsrisikos von Produkten, die sich noch in der Pipeline befinden, erfordert spezialisiertes Wissen und ist eine wesentliche Herausforderung. Das Scheitern von klinischen Studien oder unerwartete regulatorische Entscheidungen können den Wert einer Akquisition erheblich beeinflussen.
  • Wettbewerbsbedenken: Aufgrund der hohen Marktkonzentration in bestimmten Bereichen der Pharma- und Life-Science-Industrie können M&A-Deals genau unter die Lupe genommen werden, um sicherzustellen, dass sie nicht zu einer unzulässigen Marktbeherrschung führen.

Regulatorische Compliance und Due-Diligence-Prüfungen im Zuge von M&A-Deals

Für die Quality und Auditing-Abteilungen der betroffenen Unternehmen bringen M&A-Deals sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Im Zuge von Fusionen und Übernahmen müssen gründliche Due-Diligence durchgeführt werden, um Compliance-Lücken zu identifizieren und das Risiko regulatorischer Sanktionen zu minimieren. Eine der größten Aufgaben nach dem Abschluss eines Deals ist die Integration der Qualitätssysteme und -prozesse beider Unternehmen. Dies erfordert die Standardisierung von Verfahren und Auditing-Methoden sowie eine Anpassung an neue kulturelle Normen und Arbeitsweisen.

Produktportfolios nach M&A Vorhaben in der Life Science Branche

Darüber hinaus stellt die Erweiterung des Produktportfolios und der geografischen Reichweite durch den Deal erhöhte Anforderungen an die Kapazitäten der Quality und Auditing-Abteilungen. Dies erfordert in vielen Fällen eine Neuverteilung von Ressourcen oder die Einstellung neuer Mitarbeiter. Das Management von Qualitätsrisiken, insbesondere bei Unstimmigkeiten zwischen den Produkten oder Verfahren der fusionierten Unternehmen, ist ebenfalls ein kritisches Element. Um eine effektive Integration und fortlaufende Compliance sicherzustellen, sind zudem umfassende Schulungs- und Weiterbildungsinitiativen für die Mitarbeiter dieser Abteilungen notwendig.

Insgesamt erfordern M&A-Deals von Quality und Auditing-Abteilungen in Life Science Unternehmen intensive Prüfungs-, Anpassungs- und Integrationsbemühungen, um die hohe Qualität der Produkte und die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen weiterhin zu gewährleisten.

Das Recruiting von Fachkräften für M&A-Projekte in der Life Science Branche

Für das Gelingen von Fusionen und Übernahmen in der Pharma, Biotechnologie oder Medizintechnik ist das Mitwirken spezialisierter Fachkräfte erforderlich, die nicht nur über ein tiefes Verständnis der jeweiligen Branche verfügen, sondern auch Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Finanzen, Recht, Strategie und Projektmanagement mitbringen.

Insbesondere externe Spezialisten und Freiberufler können Unternehmen in der Life Science Branche bei Mergers & Acquisitions (M&A) Phasen auf vielfältige Weise unterstützen. Ihre Expertise ist besonders wertvoll in der Bewertung von Technologien, der Due Diligence, der strategischen Planung und der Integration nach dem Zusammenschluss.

Relevante Experten für M&A Vorhaben

  • M&A Berater: Spezialisten mit Erfahrung in der Life Science Branche, die Unternehmen bei der Planung und Durchführung von M&A-Strategien beraten. Sie können den gesamten Prozess überblicken und strategische Empfehlungen abgeben.
  • Due Diligence Experten: Diese Fachkräfte führen die notwendige Sorgfaltspflicht durch, um finanzielle, rechtliche und technische Aspekte des Zielunternehmens zu bewerten. In der Life Science Branche ist spezielles Wissen über Patente, Zulassungsverfahren und die Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline entscheidend.
  • Marktforschungsanalysten: Experten, die tiefgreifende Analysen des Marktes und der Konkurrenz durchführen, um Wachstumschancen zu identifizieren und zu bewerten. Ihre Erkenntnisse können die strategische Ausrichtung von M&A-Deals unterstützen.
  • Strategie- und Innovationsberater: Diese Spezialisten konzentrieren sich auf die Entwicklung und Bewertung von Wachstumsstrategien nach der Fusion oder Übernahme. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Innovationspotenziale zu erkennen und zu nutzen.
  • Regulatorische Berater: Experten im Bereich der regulatorischen Anforderungen können Unternehmen dabei helfen, die Komplexität der gesetzlichen Bestimmungen in verschiedenen Märkten zu navigieren. Sie sind besonders wichtig, um sicherzustellen, dass Produkte und Dienstleistungen den lokalen und internationalen Standards entsprechen.
  • Quality Assurance (QA) Berater: Diese Experten sorgen dafür, dass alle Prozesse und Produkte den regulatorischen Anforderungen entsprechen. Sie sind unerlässlich für die Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards während der Integration und können beim Übergang zu gemeinsamen QA-Systemen helfen.
  • Quality Control (QC) Spezialisten: Fachleute im Bereich QC führen Tests und Inspektionen durch, um die Einhaltung von Qualitätsstandards sicherzustellen. In der Life Science Branche, wo die Produktqualität direkt mit Patientensicherheit verbunden ist, ist ihre Arbeit besonders kritisch.
  • GxP-Auditoren: Diese Experten sind mit den Good Practice-Leitlinien (GxP) vertraut und führen Audits durch, um Compliance mit den einschlägigen Praktiken wie Good Manufacturing Practice (GMP), Good Clinical Practice (GCP) und Good Laboratory Practice (GLP) sicherzustellen.
  • Finanzanalysten und -bewerter: Spezialisten, die sich auf die finanzielle Analyse und Bewertung von Unternehmen in der Life Science Branche konzentrieren. Sie können helfen, den Wert des Zielunternehmens genau zu bestimmen und finanzielle Risiken zu identifizieren.
  • Patentanwälte und IP-Berater: Da intellektuelles Eigentum in der Life Science Branche von großer Bedeutung ist, sind Fachkräfte, die sich auf Patentrecht und den Schutz geistigen Eigentums spezialisieren, unerlässlich. Sie können bei der Bewertung von Patentportfolios und bei der Minimierung von Risiken im Zusammenhang mit IP-Rechten helfen.
  • IT- und Datenintegrations-Spezialisten: Nach dem Abschluss eines M&A-Deals ist die Integration der IT-Systeme eine große Herausforderung. Spezialisten für IT-Integration können dabei helfen, Systeme und Daten effizient zu vereinigen, um den reibungslosen Betrieb des fusionierten Unternehmens zu gewährleisten.
  • Human Resources Berater: Diese Fachkräfte unterstützen bei der kulturellen und personellen Integration der Unternehmen. Sie helfen bei der Entwicklung von Strategien zur Mitarbeiterbindung und -integration, was für den langfristigen Erfolg des fusionierten Unternehmens entscheidend ist.

Die Kombination aus branchenspezifischem Wissen und spezialisierten Fähigkeiten macht externe Berater zu wertvollen Partnern in M&A-Prozessen in der Life Science Branche. Durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Personalberatungen können Life Science Unternehmen passende Kandidaten effizient rekrutieren.

Mit Hilfe der Aristo Group Fachkräfte für M&A-Projekte in der Life Science Branche finden

Bei der Aristo Group leisten wir als spezialisierte Personalberater für die Life Science Branche einen wesentlichen Beitrag zur Vereinfachung des Rekrutierungsprozesses von Fach- und Führungskräften, einschließlich der Besetzung relevanter Positionen für M&A-Vorhaben. Unser umfassendes Branchenwissen und unser Zugriff auf ein Netzwerk qualifizierter, kurzfristig verfügbarer Expertinnen und Experten aus der Life Science Branche ermöglichen es uns, effizient und gezielt auf Ihre spezifischen Bedürfnisse einzugehen. Wir garantieren, dass unsere Kandidatinnen und Kandidaten nicht nur die erforderlichen fachlichen Qualifikationen mitbringen, sondern auch durch ihre Haltung und Erfahrung eine nahtlose Eingliederung in Ihre M&A-Projekte ermöglichen.

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