Labeling & Artwork

In der hochregulierten Welt der Life Science Branche ist präzises Labeling und effektives Artwork entscheidend. Diese Branchen, darunter beispielsweise die Pharmazie oder Biotechnologie, unterliegen strengen Vorschriften, um die Sicherheit von Arzneimitteln zu gewährleisten. Deshalb ist die klare Kennzeichnung auch hier unverzichtbar.

Was ist Labeling und Artwork?

Labeling umfasst alle schriftlichen, gedruckten oder grafischen Informationen auf Produkten und ihren Verpackungen. Dies beinhaltet Produktname, Dosierungsanweisungen, Inhaltsstoffe, Anwendungsgebiete und rechtliche Warnhinweise. Artwork hingegen bezieht sich auf das visuelle Gestaltungselement dieser Informationen, einschließlich Farbgebung, Bildsprache und Typografie. Labeling und Artwork-Management (LAM) ist die Verwaltung von Produktverpackungen und dazugehörigen Inhaltsdaten.

Die Bereiche im Labeling und Artwork Management

LAM gliedert sich in drei miteinander verbundene, aber dennoch eigenständige Kategorien, die jeweils in enger Verbindung mit den Produktinhaltsdaten stehen:

  • Unternehmensetikettierung: Fokussiert auf die Erstellung und Verwaltung von Etiketten auf Unternehmensebene.
  • E-Labeling: Bezieht sich auf die digitale Kennzeichnung und Beschriftung von Produkten.
  • Artwork-Management: Umfasst die Gestaltung und Verwaltung von grafischen Elementen auf Produktverpackungen.

Aufgabenbereiche in der Life Science Branche

In der Life Science Branche sind die regulatorischen Anforderungen besonders streng. Fehlerhaftes oder irreführendes Labeling kann zu rechtlichen Konsequenzen, Rückrufaktionen und einem Vertrauensverlust bei den Konsumenten führen.

Global Labeling Management:

Global Labeling umfasst die Gestaltung und Integration von Etiketten in Unternehmensprozesse, um Produkte zu identifizieren und Informationen für Versand, Marketing und andere geschäftliche Zwecke bereitzustellen. Die Hauptaufgaben beinhalten die Automatisierung der Etikettenerstellung aus den Geschäftsprozessen heraus, die Einhaltung von lokalen bis internationalen rechtlichen Anforderungen, das Bereitstellen von Warn- und Sicherheitsinformationen sowie die Anpassung und Optimierung der Druckprozesse. Global Labeling sorgt auch für das Datenmanagement, indem es relevante Stammdaten für Etiketten pflegt und deren reibungslose Integration in die Logistik sicherstellt.

Local Labeling Management:

Das Local Labeling Management passt das globale Labeling an spezifische lokale Märkte an, um den regulatorischen Anforderungen und Patientensicherheitsinformationen vor Ort zu entsprechen. Es umfasst die Erstellung und Wartung von landesspezifischen Etiketten und Informationsmaterialien für Patienten, die Verwaltung von Interaktionen mit lokalen Gesundheitsbehörden und die Überwachung der Umsetzung globaler Labeländerungen in lokale Etikettierungen.

Artwork Management:

Das Artwork Management ist erforderlich, um Produkte in Übereinstimmung mit den örtlichen Vorschriften zu vermarkten. Hierzu zählen die Entwicklung von Designvorlagen, die Erstellung und Wartung von grafischen Elementen wie Etiketten und Packungsbeilagen, das Anfertigen von mehrsprachigen Etikettierungen, sowie das Korrekturlesen und Überprüfen der Qualität. Produktneueinführungen, Textmodifikationen, gesetzliche Anpassungen oder ähnliche Faktoren erfordern außerdem Änderungen in diesem Bereich.

Kritische Faktoren im Labeling

Effektive Lösungsansätze für das Labeling entscheidend, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, die Integrität der Marke zu schützen, und das Vertrauen in ein Unternehmen zu stärken. Außerdem gilt es, die komplexen Prozesse und Anforderungen erfolgreich zu.  

  1. Sicherheitsinformationen und Patientensicherheit:

Eine große Herausforderung besteht darin, dass ungenaue Sicherheitsinformationen auf Etiketten die Sicherheit von Patienten gefährden können. Als Lösung hierfür wurden Ettiketiersysteme entwickelt, die unter anderem auch künstliche Intelligenz für bestimmte Überprüfungsmechanismen nutzen, um die Genauigkeit und Klarheit der Sicherheitsangaben zu gewährleisten und somit die Patientensicherheit zu erhöhen.

  1. Markenreputation:

Labeling-Fehler stellen eine ernsthafte Herausforderung dar, die das Kundenvertrauen untergraben und langfristig das Image einer Marke beschädigen können. Um solchen Problemen vorzubeugen, sind Qualitätskontrollen und ein effektives Krisenmanagement nötig. Ziel ist es, Fehler bei der Etikettierung proaktiv zu erkennen und umgehend zu beheben.

  1. Komplexität des End-to-End Labeling-Prozesses:

Die Komplexität des Labeling-Prozesses ergibt sich aus der Vielfalt der beteiligten Interessengruppen und der Unterschiede zwischen den verschiedenen Märkten. Eine Lösung hierfür ist der Einsatz von Projektmanagement-Software kombiniert und die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, um die Kommunikation und Koordination zu verbessern und den Prozess effizienter zu gestalten.

  1. Zeitgerechte Produkteinführung:

Die Einhaltung des Zeitplans für Produktneueinführungen ist oft schwierig wegen komplizierter Etikettierungsprozesse. Um dies zu verbessern, werden agile Methoden und Lean-Management-Prinzipien angewandt, die die Arbeitsabläufe straffen und die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen.

Best Practices im Labeling und Artwork Management

Im Life Science Bereich ist die Einhaltung strikter Standards für das Labeling und Artwork der Produkte essenziell. Moderne Best Practices gewährleisten nicht nur die Compliance mit regulatorischen Anforderungen, sondern optimieren auch den gesamten Arbeitsablauf, verbessern die Rückverfolgbarkeit und tragen zur Kosten- und Zeiteinsparung bei. Indem Unternehmen diese bewährten Methoden nutzen, stellen sie sicher, dass ihre Produkte den höchsten Standards entsprechen und effektiv auf den Markt gebracht werden.

  1. Genehmigung mit E-Signaturen: Digitale Signaturen beschleunigen den Genehmigungsprozess und bieten verlässliche Nachverfolgbarkeit.
  2. Fehlerreduktion durch Checklisten: Sie leiten Prüfer an, was zu kontrollieren ist, und minimieren so Korrekturschleifen.
  3. Kollaborative Workflows: Plattformen für das Labeling-Management fördern die Zusammenarbeit durch sicheren Dateiaustausch und Feedback-Tools.
  4. Verwaltung digitaler Assets: Spezialisierte Software-Lösungen ermöglichen eine sichere Dateiverwaltung und Zugriffskontrolle.
  5. Verwaltung der Versionen: Mit der Nachverfolgung verschiedener Entwurfsstufen kann man leicht zu früheren Versionen zurückkehren, wenn neue Änderungen nicht passen.
  6. Projektübersicht: Dashboards geben Managern einen vollständigen Überblick über den Projektstatus.
  7. Effizienz: Cloud-basierte Lösungen verbessern die Produktivität und reduzieren Fehler durch eine zentralisierte Kommunikation und den Informationsaustausch in Echtzeit.

Ein Zukunftsausblick

In der Zukunft der Life Science Branche wird Labeling und Artwork über rechtliche Konformität und Patientensicherheit hinausgehen und sich an die dynamischen regionalen Gesetze und kulturellen Anforderungen anpassen müssen. Unternehmen werden eng mit Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um agile und proaktive Strategien für den Umgang mit Vorschriften zu entwickeln. Nachhaltigkeit wird dabei zu einem integralen Bestandteil der Produktkennzeichnung und des Designs, wobei umweltfreundliche Materialien und Prozesse zunehmend zum Standard werden. Diese Entwicklungen werden Unternehmen, die sich schnell anpassen und Innovationen einführen, zu Marktführern machen.

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