Networking gegen Fachkräftemangel – Warum das Netzwerk immer wichtiger wird

Der Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte hat begonnen. Die können sich ihre Arbeitgeber längst frei auswählen. Wir zeigen, wie Unternehmen sich Talente sichern können, welche Rolle Vitamin B dabei spielt und wie netzwerken nachhaltig funktioniert.

„In order to keep the pipeline full of talented people, almost all of the companies are starting to take nontraditional approaches to recruiting.“ Mit diesen Worten hat sich Ed Michaels, Unternehmensberater bei McKinsey, schon in den 1990er Jahren für das Gewinnen und Binden von qualifizierten (Nachwuchs-)Kräften ausgesprochen. Ein Thema, welches sich für Unternehmen zu immer grösserer Dringlichkeit entwickelt. Der Wettbewerb um die besten Talente, die sogenannten High Potentials, ist in vollem Gange und trifft besonders die Branchen, die auf Fachpersonal angewiesen sind. Dazu zählen insbesondere die MINT-Berufsfelder in den Bereichen Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik sowie das Gesundheitswesen. Das bedeutet, auch die Life Science Industrie ist auf Fachkräfte und Experten angewiesen. Damit die Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden können, braucht es spezialisierte, hochqualifizierte Wissensarbeiter. Denn neue Behandlungsansätze, innovative Wirkstoffe oder kreative Digitalisierungsstrategien setzen Expertenwissen, Erfahrung sowie soziale Kompetenzen voraus.

Deswegen ist es heute wichtiger denn je, dass sich Unternehmen Gedanken machen, wie sie frühzeitig Talente an sich binden, Fachkräfte gewinnen sowie die Pipeline an potenziellen Bewerbern aufrechterhalten. Networking ist eine Möglichkeit, denn neben der Ersparnis von Recruiting-Aufwand, Zeit und Kosten, bietet ein gut funktionierendes Netzwerk noch viele weitere Vorteile, die Arbeitgeber nutzen müssen, um den War for Talents zu gewinnen – das gilt nicht nur für die Life Science Branche.

Networking im Recruitment

Jeder spricht über Thema Networking. Networking ist zeitgeistig. Aber nur wenige Unternehmen und HRler wissen, welche Art der Wirkung wie erzielt werden kann oder welchen Einfluss Vitamin B auf den Geschäftserfolg hat. Im Recruiting läuft circa 80 Prozent des Geschäfts über Networking. Gemeint ist damit nicht, der traditionelle Messebesuch, sondern der “normale” Alltag. Soll heissen, zur Aufgabe jedes HRlers gehört der ununterbrochene Austausch mit bestehenden und potenziellen neuen Kollegen. Dazu zählen der Kaffee-Plausch oder ein Mittagessen ebenso wie Social Media Postings und Social Sourcing.

Social Media für HRler

Der Einfluss von professionellen Social Media Plattformen auf den Recruiting-Erfolg ist nicht zu unterschätzen. Haben früher nur medienaffine Jugendliche “gepostet”, hat das digitale Profil heute den Stellenwert des CVs fast überholt. Denn mittlerweile nutzen über 38 Millionen Deutsche täglich Social Media Plattformen. Besonders LinkedIn ist dabei der ideale Ort für das Active Sourcing von hochqualifizierten Fachkräften und Talenten. Sie werden zu über 40 Prozent genutzt. Hier erreichen Personaler ihre Kandidaten von Morgen mitunter direkt auf der heimischen Couch. Denn der Übergang von beruflich zu privat ist fliessend.

Die “Basisausstattung” für den Hiring-Erfolg sind ein aktuelles LinkedIn-Firmenprofil sowie persönliche Profile, die der Marken-DNA des Unternehmens ebenso entsprechen wie der eigenen. Aktuelle Postings und direkte Ansprache oder auch das Pflegen eigener Kontakte (Vitamin B) lohnen sich, um den passenden Kandidaten zu finden. Also ruhig mal einen Blick in die digitale Kontaktliste des eigenen Bekanntenkreises werfen.

Business Netzwerke

Business-Netzwerke vereinen ebenso gleich mehrere Seiten: Sie dienen der Akquise der Kandidaten und der Bindung der Mitarbeiter. Wie das erfolgreich gelingt? Ganz einfach – und auch wieder nicht: Es kommt auf den Austausch von Informationen an, durch den emotionale Nähe entsteht. Dabei müssen die Informationen sowohl aktuell, unterhaltsam und fachrelevant sein. Das ist ein Vollzeitjob für mitunter mehrere Mitarbeiter, der eine professionelle Vorgehensweise voraussetzt. Aber eine mehr als lohnenswerte Investition darstellt.

Erfolgsfaktor Vitamin B

Doch nicht nur der Umfang des aufgebauten Netzwerks und die professionelle Kommunikation sind für einen nachhaltigen Geschäftserfolg entscheidend. Sie müssen die richtigen Personen und Unternehmen kennen, doch wie kommen Unternehmen und Personaler an diese? Durch Beziehungen zu beispielsweise Branchen-Insidern. Das können beispielsweise Personalberatungen sein, die seit Jahren in spezialisierten Themenfeldern im Austausch mit den Entscheidungsträgern stehen. Schon vor Corona wurde in Deutschland jede dritte Stelle über Kontakte vergeben. Diese Quote hat sich in Zeiten des Homeoffice noch einmal deutlich erhöht. Diese Entwicklung ist in der Life Science Branche am stärksten spürbar, denn besonders in der Vermittlung von erfahrenen, hochqualifizierten Fachkräften läuft sehr viel über “Empfehlungen”. Zudem ist die Life Science Industrie dynamischer denn je. Schnelle Wechsel – teils von Projekt zu Projekt – sind keine Seltenheit. Somit ist davon auszugehen, dass sich das Recruiting in den sozialen Netzwerken, mit Unterstützung von Personalberatungen und Vitamin B künftig noch intensivieren und zunehmend essenziell für Unternehmen aller Branchen wird.

Fazit: Networking kein Buzzword!

Der Fachkräftemangel bedarf ein Umdenken. Unternehmen müssen an ihrem Image arbeiten und Kontakte pflegen, damit sie für Kandidaten attraktiv bleiben und werden. Recruiter sind gefordert, neue Wege zu gehen, mit Empathie und Spezialwissen zwischen den Beteiligten zu vermitteln und auch auf externe Unterstützung durch vertrauensvolle Personalberatungen zurückgreifen. Denn die kennen den Markt, verfügen über das Fachwissen und sorgen dafür, dass die Chemie zwischen Kandidaten und Unternehmen stimmt. Vor allem bringen sie mit Einfühlungsvermögen Anforderungen, Pläne und Wünsche auf einen Nenner. Die Veränderungen in der Arbeitswelt erfordern neue Methoden und veränderte Sichtweisen – und das auf allen Seiten, damit Firmen erfolgreicher im Aufspüren von Spezialisten werden und mit Networking ungenutzte Potenziale erschliessen. Diese kommen nicht nur dem Unternehmen, sondern auch ihren Angestellten zugute, denn diese können sich dabei beruflich und persönlich weiterentwickeln. Networking (mit Vitamin B) wird immer wichtiger und bietet einiges an Potenzial für sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer. 

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Die Allianz für selbständige Wissensarbeit (ADESW) vereint führende Dienstleister für den projektbasierten Einsatz hochqualifizierter, selbständiger Wissensarbeiter sowie hierzu assoziierte Partner wie z.B. den Verband für Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen intern mehr als 4.500 festangestellte Mitarbeiter.

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