E-Recruiting: Nicht nur ein Trend sondern bleibender Bestandteil bei der Personalsuche

Konkurrenzfähig bleiben, Talente gewinnen, die junge Generation ansprechen: die Anforderungen an das Recruiting im digitalen Zeitalter sind hoch. Verlockend scheinen da die Potenziale, die die Digitalisierung bereithält. Für Unternehmen gilt es herauszufinden, wie das Recruiting im virtuellen Raum zum strategischen Erfolgsfaktor werden kann.

Die Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Sie tragen mit ihren Fähigkeiten und ihrem Mindset zu einem massgeblichen Teil zum Unternehmenserfolg. Entsprechend hoch ist die Verantwortung von Personalentscheidern bei der Suche und Auswahl von Mitarbeitenden. Zusätzlich Druck auf die HR-Abteilung macht die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. Hochqualifizierte Wissensarbeiter, Spezialisten wie Führungskräfte aber auch engagierte junge Talente, die zu den Anforderungen wie der Kultur des Unternehmens passen, sind sehr schwer zu finden. An Fachkräften mangelt es generell und nur wenige sind motiviert, das Unternehmen zu wechseln. Immer weniger Jugendliche entscheiden sich zudem für eine Ausbildung und erschwerend kommen ausserdem die Herausforderungen der digitalen Transformation, die Ressourcenknappheit sowie die aktuell angespannte wirtschaftliche Marktlage mit den steigenden Preisen hinzu.

Entlastung scheint da das E-Recruiting und die sich beständig entwickelnden HR-Technologien zu bieten. Fakt ist, die Digitalisierung mit den Möglichkeiten von Automatisierung, Big Data, KI und Social Media verändern die Welt des Recruitings. Dennoch stehen wir erst am Anfang dieser neuen Entwicklungen und die Bedeutung von E-Recruiting wird in den nächsten Jahren definitiv weiter zunehmen.

Was ist digitales Recruiting?

Unter dem Begriff “Recruiting” versteht man generell das Rekrutieren, also das Suchen, Identifizieren, Ansprechen, Umwerben und Einstellen von (potenziellen) Mitarbeitern. Wird dieser dahinterliegende Prozess ganz oder auch nur teilweise über das Internet abgewickelt, spricht man von E-Recruiting. Synonym dazu tauchen häufig die Bezeichnungen „digitales“ oder „online Recruiting“ auf. Das Ziel dahinter ist es, schneller, effizienter und passgenauer die geeigneten Kandidaten für das Unternehmen zu finden. Fähigkeiten und Qualifikationen von Bewerbern sollen möglichst deckungsgleich zu den Anforderungen des Unternehmens sein.

Beliebte Kanäle und Prozesse

Bereits die Mehrheit aller Neueinstellungen im Jahr 2021 haben ihren Ursprung in der digitalen Welt. Führend sind dabei die Internet-Stellenbörsen wie StepStone oder Monster gefolgt von der Unternehmenshomepage. Auch soziale Netzwerke werden für die Schaltung von Stellenanzeigen und die aktive Suche nach Kandidaten auf Xing und LinkedIn vermehrt genutzt. Interessant ist zudem, dass die Jobsuchenden selbst mit über 51 Prozent zuhause auf ihrem Smartphone suchen. Naheliegend, dass besonders die Sonderform des E-Recruitings das sogenannte Mobile Recruiting auf Wachstumskurs ist.

Aktuell beliebte E-Recruiting-Kanäle sind:

  • Stellenbörsen
  • Unternehmenshomepage/Karriereseite(n)
  • Social-Media-Plattformen (LinkedIn, XING, Facebook, etc.)

Bei der Art der Nutzung kann allgemein in aktiv und passiv unterschieden werden. Entweder der Personaler oder Recruiter spricht mögliche Kandidaten aktiv auf Social Media an (Active Sourcing) oder es werden bezahlte Werbeplätze, Performance-Recruiting-Kampagnen beziehungsweise Google Ads geschalten. Zudem bietet jede Plattform selbst zusätzlich eine Vielzahl an – zum Teil kostenpflichtigen – Systemen, die den Prozess erleichtern wie beschleunigen sollen. Mittlerweile ist es durch die technologische Entwicklung sogar möglich, den gesamten Prozess – von der Stellenausschreibung bis hin zum Onboarding – in die digitale Welt zu verlagern. Vor dem Hintergrund, dass sich das Mobile Recruiting grosser Beliebtheit erfreut, HR-Software in Hülle und Fülle existiert und die Anzahl an postalischen Bewerbungen mit aktuell unter 13 Prozent weiter stetig abnimmt, kommt ein Unternehmen am E-Recruiting nicht mehr vorbei. Damit steht auch jedes Unternehmen vor der Aufgabe, zu entscheiden, welche Kanäle und Plattformen wie zum Einsatz kommen sollen.

Vorteile des E-Recruitings:

  • Beschleunigter
  • (Auswahl-)Prozess
  • Kosten- und Zeitersparnis
  • (Employer) Branding
  • Aktualität
  • Vereinfachung

Um die Risiken zu minimieren, hilft es, diese zu kennen. Dazu gehört der gezielte Einsatz verschiedener Methoden und das Zusammenspiel der einzelnen Kanäle. Aber auch grundsätzliche Risiken der Digitalisierung haben Auswirkungen auf das digitale Recruiting. Dazu zählen unter anderem der Datenschutz der potenziellen Bewerber, mangelnde Transparenz und Nachvollziehbarkeit, hohe Datenmengen und Fake-Profile. Die grösste Gefahr liegt jedoch darin, nicht einheitlich vorzugehen. E-Recruiting ist damit keine Entscheidung einer Einzelperson und nicht tagesabhängig, sondern eine langfristig strategische Richtung des Unternehmens, die geschulte Mitarbeitende voraussetzt.

Was bringt die Zukunft?

Die Digitalisierung wird auch in der Recruiting-Welt weiter voranschreiten. Dabei werden immer mehr innovative Technologien die Unternehmen bei der Personalauswahl unterstützen. Über kurz oder lang wird so der komplette Recruiting-Prozess digital stattfinden. Auch stark umworbene hochqualifizierte Fachkräfte können auf diese Art mit einem mobilen Employer Branding angelockt sowie nachhaltig begeistert werden. Gleichzeitig ist es gerade bei spezialisierten Profilen und dem akuten Fachkräftemangel oftmals schwierig, die erfahrenen Fachexperten ohne ein tiefes Branchen-Netzwerk zu finden.

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