Digitale Transformation in der Life Science Branche

Digitale Transformation: Chancen und Risiken für Unternehmen

Transformation ist kein Trend – und erst recht nicht in der Life Science Branche. Vielmehr müssen gerade diese Unternehmen zeigen, wie sie auf die sich verändernden Marktbedingungen reagieren, denn eine große Chance liegt in der Neuentwicklung digitaler Prozesse und Produkte.

Status-quo in punkto Digitalisierung in der Life Science Branche ist die Optimierung der bestehenden Prozesse. Dahinter verbirgt sich der Wunsch nach Effizienz sowie Kostenreduzierung. Doch Operational Excellence macht noch lange keine digitale Transformation aus. Warum? Der Blickwinkel ist falsch, denn in der letzten Dekade richteten die Life Science Unternehmen ihren Fokus meist auf sich selbst. Doch um die Zukunft aktiv mitzugestalten, muss der Fokus auf den Patienten und seinen Nutzen verlagert werden. Trotz der Risiken sind die Chancen groß, denn nie gab es mehr technologische Möglichkeiten und Innovationen wie mobile Apps, Machine Learning oder Künstliche Intelligenz (KI), die Digitalisierungsprojekte unterstützen. Genau diese digitalen Helfer sind notwendig, um Patienten wie Mitarbeiter zu erreichen.

Personalisierte Medizin erfordert Digital-First Denken

Egal ob MedTech, Biotech und Pharma: in allen Sektoren können und müssen durch die Digitalisierung vollkommen neue Servicemodelle etabliert werden. Zu nennen sind hier zum Beispiel die Anreicherung eines rein physischen Produktes durch digitale Services, die auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen. Die Möglichkeiten erstrecken sich dabei über die gesamte Wertschöpfungskette von Research & Development, Labor, Smart Operations, Supply Chain Management bis zu einem 360°-Blick auf Kunden sowie Patienten.

Laut einer KPMG-Studie könnte die Welt von Morgen durch personalisierte Medizin eine vollständige Rückverfolgbarkeit von Krankheiten gewährleisten. Daten zu genetischen Merkmalen, Erbkrankheiten, Symptomen und Behandlungen von Krankheiten werden zu jeder Person lebenslang gespeichert, doch dadurch entstehen enorme Datenmengen, die auch analysiert und intelligent vernetzt werden müssen. Die Datensicherung und -demokratisierung, also allen Mitarbeitern einen leichten sowie standortunabhängigen Datenzugang zu ermöglichen, ist dabei enorm wichtig. Nur so können die richtigen Entscheidungen schnell getroffen werden. Das Life Science Unternehmen der Zukunft wird damit zu einem vollständig vernetzten Unternehmen, welches Daten als wertvolles und zu sicherndes Gut versteht.

Wie sehen die neuen Lieferketten aus?

Auch bei den neuen Lieferketten sind Daten der Schlüssel, um mit fortschrittlichen Technologien von klassischen Ketten zu kundenorientierten, wertschöpfenden, agilen und transparenten Netzwerke zu werden. Der patientenorientierte Ansatz in der Gesundheitsversorgung benötigt genau dieses Vorgehen von der Erforschung bis zur Vermarktung von und Behandlung mit Medikamenten. Mitgedacht werden sollten dabei alle Schnittstellen wie bedarfsgesteuerte Liefernetzwerke oder Kühlketten- und Transportmanagement, aber auch Response- sowie Lieferplanung. Hier setzen bereits heute zukunftsorientierte Unternehmen auf Roboter zur Prozessautomatisierung. Auch Wearables und Cobots sind im Test, um die physische Umgebung der Lieferkette für die Mitarbeiter sicherer zu machen.

Fazit: Stückwerk reicht nicht. Innovationen wie telemedizinische Anwendungen, vernetzte Geräte und Gesundheits-Apps sind schon da, doch sie müssen noch nahtlos, organisch in die neuen digitalen Strukturen integriert werden. Oberste Priorität sollte dabei die Entwicklung einer Gesundheitsplattform sein, die Menschen ihr Leben lang bedarfsgerecht und individuell begleitet. Die Bereitschaft der Bevölkerung ist durch COVID-19 gewachsen, digitale Dienstleistungen wie Telemedizin oder virtuelle Konsultationen in Anspruch zu nehmen. Damit das erfolgreich gelingt und ein integriertes Pflege-Ökosystem entstehen kann, braucht es alle Branchen: die Biowissenschaften, das Gesundheitswesen und auch die Technologieunternehmen.

Mehrwert durch die Digitalisierung

In einer aktuellen Studie von Deloitte wird die digitale Transformation als neues Gebot der Wettbewerbsfähigkeit genannt. Stellt sich die Frage, welcher Mehrwert entsteht, der die internationale Konkurrenz in den Schatten stellt?

Neben dem bereits erwähnten patientenzentrierten Ansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind hier besonders die folgenden drei Kernaspekte zu nennen:
1. Agilität auf schwankende Marktbedingungen sowie gesetzliche Regularien
2. Intelligente, kontinuierliche Prozessoptimierung im Rahmen von sich selbststeuernden Prozessen, die durch neuste Technologien wie Internet of Things (IoT) automatisch Arbeitsabläufe und Mensch-Maschine-Entscheidungen gewährleisten
3. Smarte (Daten-)analysen, die eine beschleunigte und verbesserte Entscheidungsfindung ermöglichen

Dass die Technologie in Zukunft die Schlüsselkomponente für die Life Science Branche werden wird, ist unstrittig. Doch ein Faktor für die Nutzbarmachung dieser Komponente wird mehr denn je an Relevanz gewinnen: Es sind die hochqualifizierten Fachkräfte und Wissensarbeiter, die flexibel, virtuell und grenzenlos von überall aus einsatzfähig werden können. Genau diese Experten sind auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt: mit Blick auf den Fachkräftemangel sind spannende Projekte und neueste Technologien sowie intelligente Strukturen und innovative Geschäftsmodelle oft entscheidend, um die richtigen Fachexperten zu finden. Unternehmen, die die digitale Transformation vorantreiben, sichern sich nicht nur einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, sondern auch einen Vorsprung, um auch für hochqualifizierte Experten in der Zukunft attraktiv zu bleiben.

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